Gemeinsam am Tisch des Herrn?  Thesen von Jan-Heiner Tück

Sieben Thesen zur Diskussion um die Öffnung der Kommunion für Nichtkatholiken in konfessionsverschiedenen Ehen – Von Jan-Heiner Tück

Prof. Tück schreibt: Damit bin ich – viertens – bei einer gewissen Tendenz, die Eucharistie vermehrt als soziales Ereignis zu verstehen. Die Warnung von Hansjürgen Verweyen, dass die Eucharistiefeier mancherorts zu einem „Gemeindepicknick“ degeneriere, ist gewiss übertrieben. Andererseits trifft es doch wohl zu, dass die begrüßenswerte Wiederentdeckung des Mahl- und Gemeinschaftscharakters bei vielen Gläubigen dazu geführt hat, die Eucharistie primär in soziologischen Kategorien zu begreifen und vor allem nach Zugehörigkeit und Ausschluss von der Gemeinschaft zu fragen.

Gewiss hat die Kommunion schon von der lateinischen Wortbedeutung her zentral mit Gemeinschaft zu tun, aber diese reicht über die zwischenmenschliche Ebene hinaus eben doch hinaus in eine theologische Tiefendimension. Die Kommunion ist ja zunächst und vor allem Gabe Jesu Christi, des auferweckten Gekreuzigten selbst, der in den gewandelten Gaben von Brot und Wein seine Gegenwart schenkt. Wie aber steht es um dieses Gespür für das Mysterium der verborgenen Präsenz Jesu Christi?

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